Das Jahr 1618 kann als ein gesichertes Datum für den Ursprung des Schützenvereines in Ramsdorf angesehen werden, da aus diesem Jahr das älteste Schützenschild stammt. Das Wissen darum stammt aus einer Urkunde, mit der am 01.April 1802 das Vorhandensein einer doppelten silbernen Kette mit angehängtem Vogel nebst Stadtwappen und Spangen von 1653 bescheinigt wird. Gleichfalls führt dieses Schreiben folgende fünf Schilder auf.

1.  von Hans Rave de 10. Juli 1618
2.  von Hermann Ebbeler de 1654
3 . von Wilm Hollmann de 1733
4 . von Caspar Kösters de 1736
5 . von Joan Apher Borbeck de 1791

 

.....trägt der Vize - Präsident wärend der Schützenfest-Tage und zu besonderen Anlässen.

Wir können davon ausgehen, das das Schützenwesen in unsere Stadt schon vor 1618 bestanden hat, allerdings fällt diese Annahme in den spekulativen Bereich. Weiteres aus der Geschichte des Vereins können sie im Jubiläumsbuch aus dem Jahre 1993 nachlesen.  Es sind noch einige Exemplare vorhanden und können bei Albert Osterkamp Ostendorfer Straße 7 erworben werden.

 

 
Die Geschichte der Ramsdorfer Schützen.
Franz Kreilkamp erster Präsident.
 
Ramsdorf: Es waren schlechte Zeiten als überall in Deutschland die Städte und Dörfer zu einem Selbstschutz greifen mußten. Die aufgelösten Heere Deutscher Fürsten, und Ausländischer Nationen zogen durch die Lande. Überall ließen sie Verwüstung hinter sich. Der Dreißigjährige Krieg tobte in Deutschland in Europa. Besonders unsere westfälische Heimat hatte unter schwedischen Heerhaufen viel zu leiden. In dieser Zeit entstanden die Bruderschaften zur Abwehr plündernder Horden.

 

Man hatte noch vor wenigen Jahren angenommen, dass die Tradition des Ramsdorfer „Schützenverein“ im Jahre 1654, also erst nach den westfälischen Frieden beginne. (zuverlässige Unterlagen verstärken diese Annahme), da stieß man auf eine Quelle, nach der bereits 1618, zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges ein Schützenfest gefeiert sein soll. Genau läßt sich die Geschichte des Schützenvereins jedoch nicht zurückverfolgen, eines steht jedoch fest: Es war drei Jahrhundertlang ein nicht wegzudenkender Faktor in der Bürgerlichen Entwicklung der kleinen Stadt.
Die Bruderschaften, die sich die Verteidigung die sich von Heimat und Glauben zum Ziel gesetzt hatten, veranstalten schon in den frühesten Zeiten  Übungs- und Preisschießen und diese Übung entwickelte sich allmählich zu Volksfesten.

 

Als im vergangenen Jahrhundert die Bruderschaften ihre eigentliche Aufgaben verloren, löste sie sich teilweise auf, wenn sie sich nicht zu regulären „Vereinen“ umbildeten. Das Schützenfest wurde beibehalten und erhielt nach und nach die heutige Form. In Ramsdorf war es zum Beginn unseres Jahrhunderts so, das drei Arten von Schützenfesten gefeiert wurden, Das Junggesellenschützenfes, das allgemeine Schützenfest und das Kriegerfest.
1926 gründeten die Bürger Ramsdorfs den heute noch bestehenden Schützenverein und ließen ihn gerichtlich eintragen.
Erster Präsident war Kaufmann Franz Kreilkamp, erster Oberst Franz Uphues, und sein Major, der damalige Lehrer August Heselhaus, der jetzige Kreisheimatpfleger. Den ersten Vogel schoß Wilhelm Humberg ab, der mit Frau Clemens Isfort die Regentschaft des ersten Vereinsjahr übernahm.

 

 






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Die Präsidenten des St.-Walburgis Schützenvereins von 1926 - 2017      
Franz Kreilkamp von 1926-1928
Franz Uphues von 1928-1932
Josef Terfloth 1932
Bernhard Deppe 1933-1938
   
     
Heinrich Hollmann von 1938-1952
Engelbert Ebbeler von 1952-1962
Alois Storks von 1962-1963
Alois Funke von 1963-1965
   
     
Alfons Schlüter von 1965-1966
Ewald Selting von 1966-1972
Josef Lehmkuhl von 1972-1983
Konstantin Löwels von 1983-2002
   
     
Wolfgang Dehling von 2002-2010
Heinrich Schmeing von 2010-
   
     
     
       
Der St. -Walburgis Schützenverein Ramsdorf - Stadt, verfügt über ein Foto Archive von etwa 65 000 Foto`s vom Jahr 1894 bis zum heutigen Tag.